Trost und Hilfe in den Tagen der Trauer . . .
Trauer mit Begleitung überwinden
Bestattungsredner Stephan Panter
Bestattungsreden, Aussegnungs- und Grablegungszeremoniale, Trauerbegleitung
Bestattungsredner Stephan Panter

Phasen der Trauer

Verlust





Phasen der Trauer




Ohnmacht und Hilflosigkeit









Auflehnung und Wut






Loslassen





Einsamkeit










Ich will wieder leben!

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, hat man das Gefühl, es könne nicht angehen, dass die Welt sich weiter dreht. Doch alles geht seinen Weg und der Zurückbleibende muss mit der Empfindung der Trauer umzugehen lernen.

Unsere Trauer ist so individuell verschieden und wird so unterschiedlich wahrgenommen, wie das Leben selber. Dennoch ist jede Trauer durch ganz bestimmte Phasen gekennzeichnet.

Zunächst erlebt der Trauernde ein Gefühl des Nicht-wahr-haben-Wollens. Er kann sich mit der Realität des Geschehenen noch nicht abfinden, fühlt sich wie betäubt und ist deshalb oft nicht einmal in der Lage, die einfachsten Handgriffe des täglichen Lebens zu verrichten. Diese Reaktion soll den Trennungsschmerz mindern („betäuben“) und dauert meist nur kurze Zeit. Sobald dem Trauernden die Realität seines Verlustes bewusst wird, kehrt in der Regel auch seine grundlegende Handlungsfähigkeit zurück.

In der nun folgenden Trauerphase fühlt sich der Trauernde seinem emotionalen Schmerz besonders deutlich ausgesetzt. Die organisatorischen Vorbereitungen der Bestattung sind ein willkommener Ausweg, von dem so tief empfundenen Schmerz abzulenken. Sobald wieder Ruhe einkehrt, bricht jedoch das Gefühlschaos aus. Angst, Wut, Schuldgefühle und sogar Zorn auf den Verstorbenen ("Wie konntest Du mir das nur antun?!?") sind ganz natürliche Reaktionen der Psyche während dieser Phase. Wichtigste Aufgabe des Trauernden ist ein bewusstes Loslassen des Verstorbenen (mit allen wechselseitigen Forderungen, Verletztsein und eigener Schuld). Eine einfühlsam gestaltete Trauerfeier vermag mit einem Ritus des Abschiednehmens diesen Schritt wesentlich erleichtern.

Während der dritten Trauerphase ziehen sich viele Trauernde fast völlig auf sich selbst zurück. Diese Phase ist gekennzeichnet von einer allgemeinen Lustlosigkeit. Häufig kommt es in dieser Zeit auch zu deutlichen somatischen Symptomatiken der Trauer (Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Schmerzen in den verschiedensten Körperteilen, ...). Diese Phase ist die anstrengendste, längste, aber auch wichtigste im gesamten Trauerverlauf. Besonders Angehörige und Freunde sind gefordert, den Trauernden in dieser Zeit nicht alleine zu lassen und ihm liebevoll verstehend zur Seite zu stehen.

Die letzte Phase der Trauer ist gekennzeichnet durch eine Neuorientierung des Trauernden. Andere Menschen gewinnen wieder zunehmend an Bedeutung. Motivation und Handlungsfähigkeit kehren schrittweise zurück.

Es gibt kein Rezept gegen den Schmerz der Trauer. Jede Phase der Trauer will jedoch bewusst durchlebt, ja durchlitten, sein. Nur wer sich seiner Trauer stellt, wird diese schließlich bewältigen.

Ich wünsche Ihnen Kraft und Mut, diesen schwierigen Weg zu gehen. Mögen sich auch Freunde finden, die gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit geduldig zu Ihnen stehen.

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